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Polizeipräsidium Stuttgart > Wir über uns > Landespolizeiorchester > Seiten > Historie.aspx  

     


Die Geschichte des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg reicht bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts zurück. Schon damals gab es in Stuttgart eine Polizeimusikkapelle. Dabei handelte es sich jedoch um ein reines Freizeitmusikkorps. Ganz offiziell, sozusagen im staatlichen Auftrag, kam es 1920 zur Gründung der "Polizeimusik Stuttgart".
Der königliche Musikdirektor Carl Benning war ihr erster Leiter.

Die Zeit zwischen 1933 bis 1945 war von Auflösungen, Neugründungen und Umorganisation geprägt. Aber mit nur kurzen Unterbrechungen gab es bis 1940 immer ein Polizeimusikkorps. Erst der 2. Weltkrieg erzwang eine Pause. Doch schon rund vier Monate nach Kriegsende erhielt der ehemalige Obermusikmeister Walter Kiesow den Auftrag, wieder ein Polizeimusikkorps zu gründen, das sich am
1. Oktober 1945 als erstes Musikkorps der noch nicht gegründeten Bundesrepublik Deutschland zusammenfand. Zu Beginn des Winters 1945/46 war das Orchester spielfähig und schon bald gab es eine Vielzahl an Veranstaltungen, zu denen das Polizeimusikkorps Stuttgart auftrat.

Auch in der Folgezeit kam es in der Verwaltung immer wieder zu maßgeblichen Veränderungen, die auch die Arbeit und das Aufgabengebiet des Polizeimusikkorps beeinflussten. Nach dem Krieg war das Orchester, das sich offiziell "Polizeimusikkorps der Stadt Stuttgart" nannte, der kommunalen Schutzpolizei zugeordnet. Ab 1960 gab es dafür erstmals eine eigenständige Dienststelle innerhalb der Polizeiorganisation. Dann wurde die kommunale Polizei - und mit ihr das Polizeimusikkorps - 1973 in die Verantwortung des Landes übergeführt. Dies führte zu einigen Änderungen, u.a. zur Umbenennung in die bis heute gültige Bezeichnung "Polizeimusikkorps Baden-Württemberg". Eine positive Auswirkung war, dass die Finanzmittel zur Anschaffung von Instrumenten anfänglich etwas erhöht wurden. Deshalb konnte ein Teil des teilweise fast 40 Jahre alten Instrumentariums endlich ersetzt werden, was in anderen Berufsorchestern in der Regel schon nach fünf Jahren der Fall ist.
Die einschneidendste Veränderung durch die Verstaatlichung war, dass die bisher üblichen Auftritte bei geselligen Veranstaltungen der Ämter der Stadtverwaltung nun nicht mehr möglich waren. Der Einsatzschwerpunkt verlagerte sich auf zumeist öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen im ganzen Landesgebiet. So wurden beispielsweise schon 1976 112 Veranstaltungen musikalisch betreut. An dieser Praxis hat sich auch nach der Eingliederung in die Bereitschaftspolizei Baden-Württemberg am 15.04.2000 nichts geändert.
Nach zehnjähriger Zugehörigkeit zur Bereitschaftspolizei Baden-Württemberg wurde das Polizeimusikkorps in Landespolizeiorchester Baden-Württemberg umbenannt und am 1. Mai 2010 in das Polizeipräsidium eingebunden.

Für die künstlerische Ausrichtung des Landespolzeiorchesters ist das Innenministerium Baden-Württemberg (Landespolizeipräsidium) zuständig.

Die Mitglieder des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg sind voll ausgebildete Musiker, meist mit Studienabschluss. Daraus erklärt sich die hohe Qualität ihrer künstlerischen Darbietungen.

Kunst aber kommt bekanntlich von Können, das man nur erreicht, wenn man sich der Kunst des Musizierens nahezu ausnahmslos widmen kann. Und das heißt vor allem: üben, üben, üben...