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Das integrierte Bildungs- und Trainingsmanagementsystem (iBMS)

Das integrierte Bildungs- und Trainingsmanagementsystem (iBMS) ist eine - zumindest im Bereich der öffentlichen Verwaltung - europaweit einmalige Lösung. Das iBMS wird im Rahmen der nationalen Kooperation POLIZEI-ONLINE von den Polizeien der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Berlin (auch Berufsfeuerwehr) und Brandenburg genutzt und gemeinsam weiter entwickelt. Diese innovative Lösung unterstützt alle bildungsbezogenen Prozesse - vom Angebot über den Buchungsprozess und die Durchführung, bis hin zum elektronischen Bildungsnachweis und der Evaluation.

Seit vielen Jahren wird das gesamte Bildungsmanagement der Polizei Baden-Württemberg ausschließlich mit diesem gleichermaßen innovativen wie leistungsfähigen Werkzeug abgewickelt. Das System ist dabei zentraler Einstiegspunkt für alle Anwender in die Fortbildung. Implementiert in das Wissensportal POLIZEI-ONLINE stellt es den Beschäftigten die verfügbaren Aus- und Fortbildungsangebote sowie sämtliche anwenderbezogenen Informationen rund um den Bildungsprozess zur Verfügung. Als Basis eines zukünftigen Kompetenzmanagementsystems werden zudem Daten zu Bildungsstand- und Historie gehalten und über definierter Zugriffsrechte bedarfsorientiert bereitgestellt.
          Regelkreis iBMS   

Eine besondere Stärke des iBMS ist die vollständige Integration von Präsenz- und Online-Lernmaßnahmen (E-Learning/Blended-Learning). Die Prozesse für Anmeldung, Freischaltung und Teilnahmebestätigung sind weitgehend identisch. Der Anwender muss somit nicht zwischen verschiedenen Oberflächen wechseln, sondern kann sich in einer gewohnten, bewusst einfach gehaltenen Oberfläche bewegen.
Auf der „Persönlichen Seite“ erkennt jeder Beschäftigte mit einem Blick, in welchem Bearbeitungsstand sich seine individuellen Bildungsmaßnahmen befinden und welche Seminare aktuell eingebucht sind. Der Zugriff auf laufende Lern- und Trainingsmaßnahmen erfolgt ebenfalls über das iBMS, unabhängig ob es sich dabei um eine elektronische Lernanwendung, eine Präsenzfortbildung oder eine Trainingsmaßnahme handelt.
Nach erfolgreichem Abschluss einer Lern- oder Trainingsmaßnahme wird systemseitig die Bildungshistorie aktualisiert und die absolvierte Bildungsmaßnahme oder Übung im persönlichen Fortbildungsnachweis des Teilnehmers automatisch erfasst.

Das System ist mandantenfähig, so dass auch die Durchführung regionaler oder örtlicher Bildungsmaßnahmen unterstützt wird. Der zuständige Sachbearbeiter einer Dienststelle hat eine Gesamtübersicht über Fortbildungsstand und -historie der Mitarbeiter. Er führt Buchungen für interne und externe Fortbildungen durch und kann ganze Zielgruppen für Bildungsmaßnahmen freischalten.

iBMS stellt auch ein leistungsfähiges Lernmanagementsystem zur Verfügung. Das Lernmanagementsystem umfasst den Bereich des „Online-Lernens“. Hier werden den Mitarbeitern E-Learning-Anwendungen über das zentrale Wissensportal zur Verfügung gestellt, die komfortabel am eigenen Arbeitsplatz über das iBMS bearbeitet werden können. Lernzielkontrollfragen, Kapitelsperre und Lernstandübersicht gehören hier zu den wichtigen Funktionalitäten der E-Learning-Anwendungen, die immer eine verbindliche Bearbeitung einschließlich Lernerfolgskontrolle sicherstellen.

Über das iBMS werden auch sämtliche Online-Befragungen, beispielsweise Mitarbeiterbefragungen der Dienststellen oder Transferevaluationen nach Schulungsmaßnahmen, erfolgreich durchgeführt und ausgewertet.

Ergänzt wird das innovative System um folgende Module:

  • iBMS-ET:
    Programm zur Abwicklung des Schieß- und Einsatztrainings.
  • iBMS-Dienstsport:
    Software zur Abwicklung des Dienstsports.
  • iBMS-Backoffice
    Managementsoftware für Bildungseinrichtungen.
  • iBMS-Virtuell-interaktives Training (ViPol) 

iBMS basiert auf Microsofts .NET-Technologie und wird zur Erstellung von Auswertungen und Reports durch Microsoft SQL Server 2008  Reporting Services ergänzt. Auch das Lernmanagementsystem Moodle ist vollständig im iBMS integriert. Über vorhandene Schnittstellen können zudem die Managementsoftware für Bildungseinrichtungen ANTRAGO sowie die Befragungs- und Evaluationssoftware ELEVA in das iBMS eingebunden werden.

 

BMS-ET

Das innovative und bundesweit einmalige Erweiterungsmodul ET zum iBMS stellt eine leistungsfähige Plattform zur Verwaltung aller Prozesse rund um das Einsatztraining zur Verfügung. Die Lösung wurde im Rahmen einer Kooperation mit den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin entwickelt und berücksichtigt alle fachlichen Anforderungen der Beteiligten, insbesondere 

  • die Planung von Trainingsveranstaltungen
  • ein flexibles Buchungsverfahren
  • die Erfassung von Trainingsteilnahme/Trainingszeiten
  • die Erfassung der Ergebnisse
  • die Überwachung von Fristen
  • Auswertung zur Erleichterung der Dienstaufsicht
  • Statistiken

BMS-ET verfügt heute bereits über Funktionalitäten, die in der Grundanwendung erst mit der Version 2.0 vorhanden sein werden. Die Erweiterung des BMS orientiert sich weitestgehend an den bekannten und bewährten Standards der Grundanwendung, um eine einfache Nutzung und ein hohes Maß an Akzeptanz zu ermöglichen.

BMS-ET Veranstaltungskatalog


Die Trainingseinheiten werden analog zu den bisherigen Fortbildungsangeboten in POLIZEI-ONLINE im BMS-ET von den Einsatztrainern ausgeschrieben. Hierzu ist ein Katalog mit Produkten und Übungen, der über Suchfilter gesteuert werden kann, im Programm hinterlegt. Dienststellen­spezifische Ergänzungen sind möglich.
Der Nutzer kann aus einem auf seine Dienststelle zugeschnittenen Veranstaltungskatalog für ihn relevante Einsatztrainingsveranstaltungen aussuchen und meldet sich auf diese an, bzw. bucht sich direkt, wenn die Veranstaltung genehmigungsfrei ist. Die Genehmigung und somit Buchung bzw. Ablehnung der Teilnahme zu genehmigungspflichtigen Veranstaltungen obliegt dann letztendlich dem Verantwortlichen der jeweiligen Organisationseinheit. Neben der Einzelbuchung durch die Nutzer sind auch Sammelbuchungen möglich.

Im Anschluss an die Durchführung der Veranstaltung wird durch den Einsatztrainer das Trainingsergebnis des jeweiligen Teilnehmers im BMS-ET erfasst und gespeichert. Durch die vorgegebenen Zeiten bei den Veranstaltungen wird damit auch die Anzahl der geleisteten Pflichtstunden abgebildet.
BMS-SET leistet durch die Eingabe der (Stamm-)Daten bereits eine Zuordnung der Schusszahlen zum Beamten sowie zur Dienstwaffe.

Die Teilnahme am Training – BMS-ET unterteilt hierbei bereits bei der Ausschreibung der Veranstaltung in die verschiedenen Bereiche des Einsatztrainings- wird automatisch nach Speicherung in den Schieß- und Einsatztrainingsnachweis des Beamten übernommen und kann online von den berechtigten Einsatztrainern abgerufen werden.

Ebenso wird das Bestehen der Kontrollübungen - neben Pistole und Maschinenpistole können weitere regelmäßig zu wiederholende Pflichtübungen hinzugefügt werden - mit dem System dokumentiert und überwacht.

Die Führungskräfte, welchen die Überwachung der geleisteten Stunden sowie der erfolgreich durchgeführten Kontrollübungen obliegt, können den aktuellen Stand ihrer Organisationseinheit im BMS-ET aufrufen und erhalten über einen durch das System erzeugten Standardreport eine einfache und schnelle Übersicht und zwar tagesaktuell, da die Daten nach dem Abschluss der Veranstaltung sofort zur Verfügung stehen. Durch eine große Anzahl von zur Verfügung stehenden Filtermöglichkeiten ist eine Auswertung bis auf Dienstgruppenebene bzw. personenscharf möglich.

Die Zuordnung der Beamten zur jeweiligen Organisationseinheit erfolgt im System über den Dienststellen­schlüssel. Durch die Möglichkeit, einem Beamten einen neuen Dienststellenschlüssel zuordnen zu können, werden Abordnungen wie z.B. von der Bereitschaftspolizei im Rahmen eines Praktikums, problemlos in den Trainingsbetrieb und in die Überwachung integriert. Der SET-Nachweis begleitet den Beamten quasi automatisch zur neuen Dienststelle.

Die Anwendung wird von den beteiligten Ländern im Rahmen der AG ständig weiterentwickelt und soll zukünftig im Rahmen der Entwicklung von iBMS 2.0 vollständig in die Grundanwendung integriert werden.

Neben den bisherigen Kooperationspartnern haben in der Zwischenzeit auch Sachsen und Hamburg Interesse an der Anwendung bekundet.