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| Nationale Kooperation |
Im digitalen Zeitalter steht auch die Polizei zunehmend unter dem Einfluss der fortschreitenden Technifizierung ihrer Arbeitswelt. Seit jeher traditionelle Arbeitsprozesse wandeln sich plötzlich. Die schon immer vielfältigen Anforderungen an die Polizeibehörden und ihre Beschäftigten werden noch komplexer. Insbesondere der Bereich des „Polizeilichen Wissensmanagements“ ist von diesem Wandel stark betroffen. In der föderalen Bundesrepublik Deutschland sind die Aufgaben der Polizei zwar Sache der 16 Bundesländer, doch diese Aufgaben und Ziele gleichen sich bundesweit ebenso wie die Grundlagen polizeilicher Arbeit: Es geht einheitlich um Gefahrenabwehr und um Strafverfolgung, sehr oft in komplexen Situationen mit unüberschaubaren Informationsdefiziten. Gerade deshalb gilt für alle Polizeien gleichermaßen, dass eine wesentliche Grundlage erfolgreicher Polizeiarbeit die Fähigkeit ist, jederzeit und an jedem Ort über die richtigen und aktuellsten Informationen zu verfügen.
Um ihren Beschäftigten optimale Arbeitsbedingungen bieten zu können, hat die Polizei Baden-Württemberg im Rahmen einer Public-Private-Partnership mit der Deutschen Telekom AG - T-Systems International GmbH das Integrations-, Informations- und Bildungssystem POLIZEI-ONLINE entwickelt, das fortlaufend um weitere Module ergänzt wird. Ziel war die Schaffung eines ganzheitlichen Wissensmanagementsystems, das insbesondere durch die Optimierung von Abläufen und Prozessen zur Steigerung von Effizienz und Effektivität zeitgemäßer Polizei- und Verwaltungsarbeit beitragen wird.
Auf dieser Grundlage haben sich sechs weitere Bundesländer mit Baden-Württemberg in der „Nationale Kooperation POLIZEI-ONLINE“ zusammengeschlossen, um Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln, Wissen und Erfahrungen zu vernetzen und um polizeispezifische Software zu entwickeln. Zur Bewältigung aktueller und künftiger Aufgaben werden Lösungen nun gemeinsam, zielgerichtet und zeitnah zur Verfügung gestellt. Dies geschieht ressourcenschonend, weil die Kosten der Einmalentwicklungen partnerschaftlich aufgeteilt und durch Vermarktung der Produkte an Dritte reduziert werden.
Derzeit besteht die Kooperation aus den Polizeien der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Berlin (Berufsfeuerwehr Berlin), Nordrhein-Westfalen, Saarland und Brandenburg. Die Einbeziehung weiterer interessierter Kooperationspartner wird angestrebt.
Gegenstand der Kooperation ist die Nutzung, Pflege und gemeinsame Weiterentwicklung von POLIZEI-ONLINE sowie die Unterstützung bei der Implementierung in die jeweilige Landesumgebung.
Die für die polizeiliche Kooperation zur Verfügung stehenden Module von POLIZEI-ONLINE umfassen folgende Lösungen:
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Ganzheitliche Intranetlösung mit den wesentlichen Komponenten "Zentrales Informations- und Integrationsportal", "Fachportale" und "Organisationsportale", deren stetige Weiterentwicklung im Rahmen einer länderübergreifenden Entwicklungszusammenarbeit (Sharepoint Competence Centre) erfolgt,
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„Integriertes Bildungs- und Lernmanagementsystem" mit den wesentlichen Erweiterungsmodulen „Schießen/Einsatztraining“, „(Mitarbeiter-)Befragungen“, „Dienstsportverwaltung“ und „BackOffice-Lösung“ für alle internen Prozesse der Bildungseinrichtungen,
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Übernahme bestehender E-Learning-Inhalte und gemeinsame Entwicklung im Rahmen einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe,
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Internet- und eGovernment-Anwendungen,
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Dokumenten-/Prozessmanagement.
Diese Module können durch gemeinsame Entwicklungen oder durch Entwicklungen einzelner Kooperationspartner ergänzt werden. Die Kooperationspartner legen entsprechend der jeweiligen landesweiten Vorgaben selbstständig die Module fest, die in den jeweiligen Ländern zum Einsatz kommen.