In einem feierlichen Akt beglückwünschte Leitender Polizeidirektor Volker Erlewein die jungen Polizeimeister zur bestandenen Laufbahnprüfung für einen „Beruf, der so interessant ist wie das Leben.“ „Auch wenn dieser in die Jahre gekommene Werbeslogan schon etwas Patina angesetzt hat, so besitzt er noch immer Gültigkeit“, betonte Erlewein, „denn ein Polizeibeamter wird mit allen Eventualitäten des Lebens konfrontiert. Freude, Trauer und der Tod sind ständige Begleiter im Berufsalltag“.
Als Ehrengäste waren verschiedene Polizeirevierleiter aus dem Bereich des Regierungsbezirks Stuttgart eingeladen, die in ihrer Funktion als Leiter von Praxisausbildungsdienststellen ihre jeweilige Polizeidirektion repräsentierten. Ein Kernelement der polizeilichen Ausbildung ist der Wechsel zwischen Theorie- und Praxisanteilen. „Dieses Duale System kann durchaus als Erfolgsmodell bezeichnet werden“, so Erlewein, „weil hierbei das in der Polizeischule theoretisch Gelernte bei einem Praxisaufenthalt auf einem Revier unter Anleitung eines Praxisausbilders angewandt werden kann.“
Polizeimeisteranwärter Christian Sonnberger wurde für seine herausragenden schulischen Leistungen mit einem Buchpreis geehrt. Mit einem Notendurchschnitt von 1,57 erzielte er nicht nur in Göppingen das beste Ergebnis, sondern ist damit gleichzeitig jahrgangsbester Polizeischüler in Baden-Württemberg.
Neben den Zeugnissen gab es für die Schulabgänger auch eine Ernennungsurkunde zum Polizeimeister. Für die nächsten Monate werden die ehemaligen Auszubildenden jetzt als Einsatzkräfte in den Zügen und Hundertschaften der Bereitschaftspolizei ihren Dienst verrichten, bevor sie in den Polizeieinzeldienst übernommen werden.
Die frei gewordenen Plätze in der Göppinger Polizeischule wurden gleich wieder mit 80 neuen Berufsanfängern besetzt, die am 1. September ihre Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei begonnen haben.