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Bereitschaftspolizeidirektion Bruchsal > Seiten > SporttagfördertIntegrationundVerantwortung.aspx
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Startseite > Bereitschaftspolizeidirektion Bruchsal
22.07.2011: Sporttag fördert Integration und Verantwortung
Gemeinsamer Sport- und Spieltag im Rahmen der Kooperation zwischen der Bruchsaler Polizeischule, dem Justus-Knecht-Gymnasium und der Karl-Berberich-Schule, Schule für Geistigbehinderte.
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Bemerkung zum Anfangsbild "Handstand": Manuel von der Karl-Berberich-Schule brachte es tatsächlich fertig, den Hindernisparcours nicht normal zu durchlaufen, sondern vollständig auf den Händen.
„Es war mehr als nur eine nette und großzügige Veranstaltung. Für viele war die Erfahrung dieser Arbeit erstmalig und niemand wusste im Voraus, was genau auf ihn zukommt. Doch allen hatte es großen Spaß gemacht“, schildert Julia vom JKG im Rückblick auf diesen erlebnisreichen Tag.
Die Vorbereitung war gelungene Teamarbeit, angefangen bei mehreren Vorbesprechungen zwischen den drei Schulen -Polizeischule, Justus-Knecht-Gymnasium (JKG) und Karl-Berberich-Schule– und fortgeführt in einer Verteilung der Aufgaben auf unterschiedliche Schultern. Das Projekt wurde fächerverbindend umgesetzt. Organisation und Durchführung lagen vornehmlich in den Händen der Polizeischüler/innen und waren den Schüler/innen des JKG nachvollziehbares Anschauungsbeispiel einer gelungenen Planung.
Annes Blick auf den Tag beschreibt die Erfahrung beispielhaft für viele: „Pünktlich trafen wir Schüler des JKG bei der Bereitschaftspolizei in Bruchsal ein, um die Spielstationen für die behinderten Kinder vorzubereiten. Jeweils ein JKG-Schüler sowie ein angehender Polizist bildeten mit Schülern der Karl-Berberich-Schule eine Aktions-Gruppe. Beim Puzzleparcours erzielte meine Gruppe die beste Zeit. Außerdem gehörte zu unserem Team ein echter Ratekönig, der an der Montagsmaler-Station jedes Bild sofort erkannte. Ein Mädchen, das sich selbst als total unsportlich und lustlos ausgab, räumte ganz locker die meisten Dosen an der Dosenwurf-Station ab. Der dabei entstandene Gruppenjubel brachte auch sie zum Lächeln – und es schien ihr wohl doch Spaß gemacht zu haben. An einer weiteren Station mussten verdeckte Gegenstände erfühlt werden, was für meine Gruppe kein Problem war. Außerdem buddelten wir bei einer anderen Station gemeinschaftlich noch sechs Packungen Gummibärchen und mehrere glitzernde Steine aus dem Sand.
Nach einem redlich verdienten Mittagessen folgte das Highlight des Tages: Ein Fußballturnier bei dem Karl-Berberich- und JKG-Schüler gegen die Polizeimeisteranwärter/innen antraten. Ein spannendes und faires Spielerlebnis für alle Spieler und anfeuernden Zuschauer. Letztendlich gewannen die Schüler mit 4:2 gegen die Polizisten. Nach der Siegerehrung hieß es leider auch schon wieder Abschied nehmen und die behinderten Kinder wurden mit Laolawellen zum Bus verabschiedet.“
Für die Schüler der Karl-Berberich-Schule blieben sicherlich nicht nur diese Laolawellen unter dem Geheul der Polizeisirene im Gedächtnis. Unvergesslich für uns bleiben ihre freudestrahlenden Gesichter. „Das soziale Projekt kommt selbstverständlich den Kindern zugute, allerdings konnte auch unsereins vieles daraus lernen“, schrieb Laura.
Und das trifft für alle zu. Aus der Sicht der Führungslehre waren viele Aspekte der polizeilichen Leitbilder handlungsleitend: Menschen standen im Mittelpunkt, die Planung und Zielsetzung erfolgte gemeinschaftlich, Vorgehen und Umsetzung waren bürgernah und alle Beteiligten haben sich als Person im Ganzen eingebracht.
Aus dem berufsethischen Blick war der spielerische Umgang mit Schüler/innen der Karl-Berberich-Schule ideale Einübung in eine Haltung der Aufmerksamkeit und Verfügbarkeit mit zugleich gelebter Herzlichkeit. Schüler/innen des JKG wie auch Polizeischüler/innen erweiterten ihre Sozialkompetenz nicht durch eine Kathederpredigt, sondern realitätsnah in gemeinschaftlichem Handeln.

(Bericht/Bilder: H. Keßler, JKG; weit. Bilder: J. Ohrner, BPD Bruchsal) |
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